Berufsunfähigkeit

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Die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Dies ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Unter Berufsunfähigkeit versteht man die Tatsache, dass eine Person aufgrund von Krankheit, Invalidität oder wegen eines Unfalls langfristig nicht mehr ihren Beruf ausüben kann. Wir unterscheiden die Berufunfähigkeit von der Erwerbsunfähigkeit. Bei ersterer ist man lediglich nicht mehr in der Lage, seinen erlernten Beruf auszuüben, kann aber anders als bei der Erwerbsunfähigkeit, grundsätzlich noch einer Arbeit nachgehen. Entwickelt ein Arbeitnehmer, der tagtäglich mit chemischen Stoffen in Berührung kommt, zum Beispiel eine Allergie, welche die Ausübung seines alten Berufes unmöglich macht, kann er dennoch noch eine andere Tätigkeit, zum Beispiel eine Bürotätigkeit, ausüben.

Das große Problem hierbei ist allerdings das finanzielle Risiko, welches sich ergibt, wenn der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Da der Arbeitnehmer unter Umständen nicht ausreichend qualifiziert ist für eine andere Erwerbstätigkeit, wird er nur schwer eine andere Anstellung finden und hat – selbst wenn ihm dieses gelingt – ggf. zusätzlich auch noch unter Einkommensverlusten zu leiden.

Um sich vor diesem Risiko zu schützen, empfiehlt es sich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Im Falle einer Krankheit, eines Unfalls oder von Invalidität, welche verhindern, dass man seinen erlernten Beruf wie bisher ausüben kann, springt diese Versicherung ein und bewahrt somit vor einem Einkommensstopp und dem sozialen Abstieg.

Beim Abschluss einer solchen BU-Versicherung, die sich gerade für junge Menschen eignet, sollte man allerdings bedenken, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungsanbietern und deren Angeboten geben kann. Hier lohnt es sich, wenn man ausgiebig die Vertragsdetails vergleicht. Ein besonderer Augenmerk sollte auf die Frage gelenkt werden, inwieweit die Versicherungsgesellschaft Sie auf die Ausübung eines anderen Berufes verweisen kann, wenn Sie Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Man unterscheidet hier zwischen konkreter und abstrakter Verweisung: bei konkreter Verweisung ist die Versicherung nur dann von der Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente befreit, wenn Sie einen Vergleichsberuf tatsächlich ausüben. Demgegenüber können Sie bei abstrakter Verweisung generell auf Vergleichsberufe verwiesen werden – unabhängig davon, ob Sie aus gesundheitlichen oder arbeitsmarkttechnischen Gegebenheiten überhaupt eine solche Stelle finden.

Auch Berufswechsel werden bei den Gesellschaften unterschiedlich gehandhabt. Manchmal muß man diesen melden, dann kann sich die Prämie deutlich verteuern, bei anderen Versicherern hingegen nicht. Folge die Prämie bleibt über die gesamte Laufzeit günstig. Sie sehen, hier gibt es viel zu beachten. Gerne helfen wir Ihnen, ein für Sie individuelles Angebot für eine BU zu finden.

Unser Tipp:

  • schon in jungen Jahren eine BU abschließen
  • alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten